Asomatos

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Asomatos

Asomatos                                                                                                                                                 © Andreas Engelhardt

 

Der Gemeindeverwaltungsbezirk Asomatos umfasst die Siedlungen: Asomatos, Kato Moni Preveli und Piso Moni Preveli. Er hat laut der Volkszählung von 2011 232 Einwohner. Er befindet sich westlich des Ausgangs der Kourtaliotikos-Schlucht Richtung Lybisches Meer auf 230m Höhe und ist vom Tourismus kaum berührt. Man durchfährt das Dorf jedes Mal, wenn man aus Richtung Plakias kommt und die Kourtaliotis-Schlucht durchqueren will bzw. umgekehrt.

Der Name Asomatos hat seine Herkunft wahrscheinlich von der alten Kirche Agion Asomaton.

Vom Dorf aus hat man eine großartige Sicht auf die Ebene, die zum Meer führt (die Gialia – Γιαλιά) und die weitläufigen Olivenhaine dort, die das Ergebnis eines umfassenden Programms der Neuverteilung des Bodens und der Bewässerung war. So ist der Haupterwerbszweig der Einwohner nach wie vor die Landwirtschaft.

Auf jeden Fall sehens- und besuchenswert ist das (überregional bekannte) private volkskundliche Museum des Papas Georgoulakis (Papas Michalis). Im Museum erwartet den Besucher eine reichhaltige Sammlung von Gegenständen des alltäglichen Lebens, sowie Möbel und Werkzeuge, die die kretische Tradition widerspiegeln. Gegenstände aus der Kirche, historische Kostbarkeiten aus den Jahren der Türkenherrschaft, der zwei Weltkriege und der späteren politischen Ereignisse, sowie zahlreiche Dokumente geben eine Vorstellung von der kretischen Geschichte. Die Mühe und die Liebe, die Papas Michalis in diese 60 Jahre währende Sammelei gesteckt hat, ist Ausdruck seiner Liebe für seine kretische Heimat. Dieses Museum mit der Sammlung befindet sich in seinem alten, traditionellen Haus, welches gleichsam ein untrennbarer Teil der Sammlung darstellt. Papas Michalis starb 2008. Das Museum wird seitdem mit großem Engagement von seinem Sohn und dessen deutscher Frau weiter geführt.

 

Klöster Preveli

Unteres Kloster Preveli (Kato Moni Preveli – Κάτω Μονή Πρέβελη): das untere Kloster bzw. Kloster des Megalos Potamos (Großer Fluß –  Μεγάλος Ποταμός – entspringt oben in der Kourtaliotis-Schlucht) ist heute eine Ruine und verfallen. Es gibt Gebäuderuinen, die während der vorhergehenden Jahrhunderte von Bauern des klösterlichen Grunds und von Aufsehern des Klosters bewohnt waren. Im gleichen Gebiet befanden sich auch die Läger der bäuerlichen Produkte und der Vorräte.

Asomatos - Piso Moni Preveli

Piso Moni Preveli                                                                                    © Andreas Engelhardt

Hinteres Kloster Preveli (Piso Moni Preveli – Πίσω Μονή Πρέβελη): Der Blick von dem Kloster aus ist exotisch mit dem Blick auf den See von Preveli und der dortigen Mündung des Megalos Potamos. Der klösterliche Gebäudekomplex  wurde von einem Lehnsherrn namens Prevelis gegründet, ist 37 km von Rethimno entfernt und auf einander folgenden Ebenen entsprechend der Steigung des Bodens gebaut. Auf der unteren Ebene waren die Ställe und die Läger. Im unteren Hof ist der Brunnen mit Inschrift erhalten. Das alte gewölbte Bauwerk, der Stall, der sich westlich vom Brunnen befindet, wird heute als Museum benutzt, in dem kirchliche Gegenstände ausgestellt sind. Die Kirche wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erbaut. Die Ikonen, nach erfolgreicher Reinigung durch den Restaurationsdienst byzantinischer Antiquitäten, sind fantastisch. Eine der Kostbarkeiten des Klosters ist das wunderwirkende Kreuz Preveli’s, welches man zweimal versucht hat zu stehlen, was aber nicht gelang. Beim Aufstand von 1821, aber auch in der Zeit der Besatzung hat es (das Kloster) eine wichtige Rolle gespielt. Es organisierte den Aufstand und stellte sich als Zufluchtsort für die Verfolgten und Hungernden zur Verfügung.

Eine schöne Sehenswürdigkeit stellt die steinerne Brücke über den Megalos Potamos dar, ungefähr einen km nördlich vom Preveli- Strand.

 

Quellen:

offizielle Seite der Gemeinde Agios Vasilios

Wikipedia – Asomatos

Kreta-Umweltforum

 

… und weiter in Bearbeitung …

 

 

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