Mirthios

Mirthios

Mirthios von Sellia aus                                                                                                                       (©) Andreas Engelhardt

 

Die Ortgemeinschaft Mirthios umfasst die Siedlungen Mirthios, Kalipso, Kampos, Kokkina Chorafia, Plakias und Finikas.

Mirthios ist von Rethimno 36 km entfernt, auf einer Höhe von 160 – 200 m gelegen und hat einen wunderbaren, freien Blick auf die Bucht von Plakias und das Lybische Meer. Es ist die Heimat des großen Sprachwissenschaftlers Georgios Chatsizakis (1848 – 1941). Es ist die zweitgrößte Ortsgemeinschaft des Gemeindebezirks Finikas mit 488 Bewohnern laut Volkszählung von 2011. Sie ist eine traditionelle Gemeinde. In Übereinstimmung mit der Überlieferung kommt die Bezeichnung des Dorfes vom Wort Myrte, d.h. irgendwo im Zentrum des Dorfes gab es einen großen Busch Myrte, den es heute nicht mehr gibt. Die Bewohner des Dorfes sind ursprünglich nicht alle kretischen Ursprungs. Viele kamen hauptsächlich aus Griechenland, aber es gab auch Siedler aus dem Sfakia und anderen Gegenden Kretas. Ebenso liessen sich Korsaren im Dorf nieder.

Anfangs war Mirthios in der Nähe des Meeres gebaut, die häufigen Piratenüberfälle während der venezianischen Herrschaft zwangen die Bewohner jedoch dazu, an eine höhere Stelle des Hügels zu ziehen. Die anfängliche Existenz des Dorfes nahe dem Meer zeigt sich in den alten Wassegerwerken, die sich dort befinden. Nach Osten hin dehnt sich eine Tiefebene aus, die Gialia genannt wird, abgeleitet vom Wort Gialos (γιαλός = Strand/Meer). Heute gibt es in der Gegend „Paligremnos oder Gonates“ kleine Höhlen. Die Einwohner benutzten sie während der deutschen Besatzung als Zuflucht, um sich vor den Bombardements zu schützen.

Im Dorf kommt ein merkwürdiges Phänomen vor: hauptsächlich von Anfang September bis Ende Januar berührt bei Vollmond das im Osten aufsteigende Mondlicht einen Felsen, der sich im gesamten Meer widerspiegelt. Besonders an einer Stelle des Strandes, die man Paligremnos nennt, begeben sich dann große Tintenfische auf den Strand, die von den Einwohnern mit langen Stangen eingesammelt werden. Mirthios gehört eine Hälfte der Kotsifou-Schlucht (die andere Hälfte gehört zu Sellia). Die Schlucht befindet sich westlich des Berges Kouroupa und ist die Fortsetzung des Krioneritis-Gipfels. Eine der vielen Quellen der Schlucht hat den Namen „Mairi Kolimpa“. In der Landschaft „Nioschorio“ gab es ein kleines Kloster das vom Kloster Preveli verwaltet wurde. Im Dorf befindet sich die Kirche des „Metamorfosis des Sotiras“, welche vor 961 erbaut wurde und sie erhielt 1589 eine venezianischen Glocke.

 

Quellen:

Offizielle Seite der Gemeinde Agios Vasilios.

 

… und weiter in Bearbeitung …

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